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Kompositionen Suite Nr. 1 mit vier Tänzen, 2012, 13’30’’ ...mehr Veröffentlichungen Werke für Klavier ... mehr Xsample Produkte Xsample Library  ... mehr
20. 9. 2013 LZ Eingefrorene Improvisationen Neue Reihe "Foyer-Kultur" eröffnet im Sommertheater kammermusikalische Perspektiven Geglückter Start: Hans Josef Winkler (links) und Piotr Techmanski eröffneten die neue Foyer-Reihe im Sommertheater. Detmold (Nv). In der intimen Atmosphäre des Foyers im Detmolder Sommertheater werden künftig rund viermal jährlich verschiedene Stilrichtungen zu Ton und Wort kommen. Am Donnerstagabend gab es das erste Konzert der frisch aufgelegten Reihe "Foyer-Kultur" zu hören. Damit wird in dem demnächst zehn Jahre bestehenden Haus, das ohne öffentliche Unterstützung auskommt, ein weiterer neuer Weg beschritten. Zuständig dafür waren in der Auftaktveranstaltung der Pianist und freischaffende Komponist Hans Josef Winkler sowie Piotr Techmanski. Der aus Krakau stammende Musiker lebt seit 33 Jahren in Detmold und unterrichtet an der Johannes-Brahms-Schule. An diesem Abend wechselt er mit hoher Konzentration zwischen Altsaxofon, Sopransaxofon und Klarinette. Schon beim Start breitet sich gute Laune aus. Die beiden Musiker verstehen es, Henry Purcells zwei Bourrées zum Hüpfen und Kollern zu bringen. Dagegen gesetzt wird eine Aria von Eugène Bozza mit weit ausholender, leicht melancholischer Weise. Romantik pur bietet ein Concertino von Carl Maria von Weber, in dem der Komponist die Virtuosität des Klarinettisten herausfordert. Und in einer Habanera verwandelt und verfremdet Maurice Ravel die ursprünglich aus Kuba kommende Tanzform. Aus der Feder von Hans Josef Winkler stammen einige erst vor kurzem entstandene Kompositionen. Seine Rhapsodie startet mit impressionistisch anmutenden, perlenden Tastentönen, die gelegentlich ein wenig zu stocken scheinen.
Stakkati und Spitzentöne der Klarinette setzen reizvolle Akzente. Eine dreisätzige Sonatine zeigt im zweiten Satz deutliche Parallelen zum Jazz und die damit verbundene Technik der Improvisation. Die fest notierte Komposition hat Igor Strawinsky treffend als "eingefrorene Improvisation" charakterisiert. Diesen Gedanken greift Piotr Techmanski in seiner "Sequenz" für Altsaxofon auf. Hintergrund ist das Aufeinandertreffen europäischer und afrikanischer Musikkultur, das vor allem in den 1950er Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika für einen Wandel sorgte. Am Ende des Abends stand wieder der Komponist Winkler mit einer Suite. Trauer wird hier durch spitze Intermezzi verstärkt, Freude zeigt sich überbordend und übersprudelnd. Der ironisch-widersprüchliche Titel "Glanzloser Marsch" wird von Techmanski als ein "Rasch-nach-Hause-Marsch" angesagt. Und er ertönt, augenzwinkernd dargeboten, natürlich keineswegs ohne Brillanz.
17. 2. 2011 Elbmarschzeitung Zauberhafte Klänge mit Cymbal und Klavier Bleckede. Es wurde nicht zu viel versprochen: Das Konzert mit der Cymbal-Spielerin Irina Shilina und dem Pianisten Hans Josef Winkler war wirklich etwas ganz Besonderes! Die aus Weißrussland stammende Musikerin spielte auf Einladung des Kultur- und Heimatkreises Bleckede im leider nur mäßig besetzten Schlosssaal (vermutlich sind viele wegen der erneuten Schneevorhersagen vorsichtshalber zu Hause geblieben). Das Cymbal, auch als Cymbalo oder Hackbrett bekannt, stammt ursprünglich aus dem Orient. In Weißrussland, wo das Cymbal als traditionelles Instrument gilt, hat es schon längst Einzug in die Musikhochschulen und Konzertsäle genommen. „Leider gibt es Originalkompositionen für Cymbal erst seit etwa siebzig Jahren“, erklärte die Musikerin. Daher präsentierte das Duo an diesem Abend vorwiegend Transkriptionen. Das überaus vielfältige Programm, mit dem Shilina die Klangvielfalt ihres besonderen Instrument vorstellte, umfasste Musik aus fünf Jahrhunderten, von Vivaldis „Sommer“ aus den „Vierjahreszeiten“ über Musik der Romantik von Chopin, Liszt und Rachmaninoff bis hin zur Folklore und Jazz. Wer hätte geahnt, dass all dies mit einer derartigen Instrumentenkombination möglich ist? Hier waren aber auch zwei großartige Musiker am Werk. Irina Shilina, die übrigens seit ihrem fünften Lebensjahr Cymbal spielt, riss das Publikum mit ihrem mitunter atemberaubend schnellen Spiel mit. Temperamentvoll und mit absolutem Feingefühl schlägt sie mit den beiden Klöppeln auf die Saiten, dann wieder zupft und streicht sie zart mit eleganten Handbewegungen darüber. Shilina ist zweifellos eine Virtuosin auf ihrem Instrument und sie genießt es, zu spielen. Der Pianist Hans Josef Winkler, mit dem Shilina schon lange zusammen spielt und konzertiert, erweist sich mit seinem einfühlsamen Spiel als idealer Begleiter, der Tempo und Lautstärke des Klaviers gut zu dosieren weiß. Winkler ist nicht nur Pianist, sondern komponiert auch. Er hat sogar ein Werk für Cymbal und Klavier geschrieben - ein Jahreszeiten-Märchen“ -, welches das Duo vorstellte. Ein heiteres Musikstück, das von einem Prinzen und einer Prinzessin handelt. Der vierte Satz, der überschrieben ist mit „ Die Prinzessin schmollt, weil der Prinz nicht so will wie sie“, ließ die Zuhörer schmunzeln. Das zuvor noch heiter klingende Stück wurde mit einem Mal dissonant und Shilina entlockte dem Cymbal beißende Klänge, indem sie mit dem Stimmschlüssel über die Saiten fuhr. Der weiche, manchmal zärtliche Klang des Cymbals kam aber besonders gut zur Geltung in gefühlvollen Stücken, wie der „Romanze“ von Rachmaninoff und der „Ungarischen Rhapsodie“ von Franz Liszt oder in der „Russischen Romanze“ (einem Folklorestück). Im zweiten Teil des Konzertes erklang schillernde Musik aus Jazz, Tango und Klezmer. Nach einer Fantasie über Melodien aus „Porgy and Bess“ war das Publikum dann restlos begeistert. Das sympathische Duo verabschiedete sich von seinem Publikum mit zwei Zugaben. –EZ-Redaktion/swr-
11. 2. 2010 Neustädter Blatt Duo Charade entlockt Cymbal und Klavier exotische Töne Neustadt (uo) Standing Ovations beendeten am Sonntag ein beeindruckendes Schlosskonzert. Mit dem Engagement des Duos Charade ermöglichte der Theater- und Konzertkreis Konzertliebhabern einen besonderen Genuss. Schon die Kombination der beiden Instrumente Klavier und Cymbal versprach Besuchern ein interessantes und außergewöhnliches Hörerlebnis. Das Cymbal, ein trapezförmiges, mit dem Hackbrett verwandtes Instrument, ist in deutschen Konzertsälen eher selten zu hören. Doch in Weißrussland, der Heimat von Musikerin Irina Shilina, hielt dieses Instrument bereits Einzug in die Musikhochschulen. So schloss sie ihr Studium in Minsk in diesem Fach mit Auszeichnung ab. Und so begeisterte und faszinierte die Künstlerin, die seit 1997 in Deutschland lebt, nun mit ihrem Können auf diesem „exotischen" Instrument. „Diese bewundernswerte Akrobatik der Finger!" staunte dann auch eine Konzertbesucherin. Und tatsächlich ist es atemberaubend mit welcher Geschwindigkeit Irina Shilina Töne zupft und schlägt. Ob zart oder temperamentvoll, romantisch gefühlvoll oder übermütig fröhlich, ihr Spiel zeichnete sich durch Lebendigkeit und einer ausgesprochenen Virtuosität aus. Bei den „Exotischen Melodien", komponiert von Hans Josef Winkler, Shilinas Partner beim Duo Charade, zog sie alle Register. Behände zupfte, schlug und strich sie die Saiten der Cymbals während Hans Josef Winkler, Komponist und Pianist, mit seinem Klavierspiel eine reizvolle Ergänzung bot. So ungewöhnlich wie die Instrumentenkombination, erwies sich auch der bunte musikalische Mix des Repertoires. In diesem Konzert warf das Duo, wie Irina Shilina sagte, „alles in einen Topf". So brachten die Künstler in ihrer musikalischen Zeitreise durch fünf Jahrhunderte von Barock bis zu modernen Stücken, von Klassik bis Folklore, fast alles zu Gehör.
2.2009 NMZ Illusionen und TraumRäume - Hans Josef Winkler - Werke für Klavier heißt schlicht die neue CD, in der Frauke Jörns vier Klavier- Zyklen des Komponisten interpretiert. In der Klangwelt, die sich auf dem Klavier durch Winklers Stücke eröffnen, entsteht eine facettenreiche Landschaft, die Traumräume und Illusionen anbietet. Die Werke sind vollmundig, polyphon konstruiert, kompakt und vielschichtig gearbeitet. Die Pianistin Frauke Jörns, als Tochter des Komponisten Helge Jörns 1968 in Berlin geboren, ist mit zeitgenössischer Musik aufgewachsen. Sie studierte bei Prof. Winfried Kassebaum Klavier unud nahm seither an diversen Meisterkursen teil. In Winklers Kompositionen verbinden sich moderne Techniken auf so wunderbare Weise mit traditioneller Kompositionstechnik: Polyphonie trifft Obertonskalen, die eine eigene Tonsprache ergeben, die gut anzuhören ist. So wie die äußerst spannende Pianistik".  Die CD ist virtuos und klangvoll bespielt, die Werke des Komponisten faszinierend neu und doch vertraut. (Adelheid Krause-Pichler) 1.2009 NMZ Beim letzten Tonkünstlerkonzert in 2008 im großen Salon der Schwartzschen Villa in Berlin Steglitz war die Zusammenarbeit mit jungen zeitgenössischen Komponisten sehr erfreulich. Die Pianistin Frauke Jörns stellte so ein Werk von Hans Josef Winkler (geb. 1965) vor: „Sechs Illusionen“, in denen sich jedes der Stücke sich den Obertönen einer bestimmten Naturtonreihe widmet. Dadurch, dass ein Klavierton einem Oberton gleichgesetzt wird, entsteht die Illusion, ein Klavier können isolierte Obertöne hervorbringen. Es entstehen hierbei interessante und faszinierende Klangbilder, die von Frauke Jörns spannend und stimmungsvoll interpretiert wurden. 17. 11. 2008 Neue Westfälische Herford: Mit einem festlichen Gottesdienst sind am Samstagabend die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Hochschule für Kirchenmusik ausgeklungen. Auf dem musikalischen Programm, das von Ehemaligen und Studenten gestaltet wurde, standen auch zwei Uraufführungen. Beide Werke stammten von Lehrenden der Hochschule. Viel Selbstironie zeigte Hans Josef Winkler in seiner Vertonung des Gedichts „wie verrückt“ von Ernst Jandl für Bläser, Chor und Orgel. Er ließ mit ganzer Hingabe von den Komponisten singen, die „wie verrückt ihre hässlichen noten eintragen“. 3. 4. 2008 Mirjana Pavlovska Shulaikovska for “Vecher”, Macedonia Impressive performance of the german quartet (on the concert of artwork ensemble, performed on the festival “Days of Macedonian Music” – further DMM) The performance of the Toccata in black and white or the fantasy about good and bad from Hans Josef Winkler for solo piano, provoked very emotional experience in the concert hall. 20. 6. 2007 Neue Westfälische Jandl-Gedichte, vertont von Hans Josef Winkler Am Montagabend führte Winkler mit der Sopranistin Katarina Michaelli seine Vertonungen einer Auswahl von Ernst Jandl Gedichten auf. Jandl war ein Sprachkünstler, der mit Worten und Lauten malte. Seine Gedichte zu vertonen ist eine Herausforderung für jeden Komponisten. Sie dann aufzuführen eine für jeden Sänger. Winklers Musik will mit starken Klängen die Gedichte ausdeuten. Seine Musik könnte sehr gut für sich stehen, auch ohne Text. 4. 4. 2007 Trossinger Zeitung „Harmo Novi“ betritt musikalisches Neuland Beim zweiten Trossinger Musiktag für zeitgenössisches Akkordeon „Harmo Novi“ waren sechs Uraufführungen zu hören. Hans Josef Winklers von Aydar Gaynullin dargebrachte Elegie widerlegt in immer neuen Anläufen „das Hirngespinst vom Accelerando der Zeitempfindung“. 10.12. 2002 Südkurier Von Elegie bis Burleske Die Konzertreihe in St. Agathe zu Schopfheim erfreut sich an sich schon großer Beliebtheit beim Publikum. Beim Duoabend mit den Brüdern Frank und Andreas Nebl dürfte noch die außergewöhnliche Besetzung zusätzlich Neugier geweckt haben, so dass die Kirche vollbesetzt war: Schließlich hört man ein Duo mit Klarinette und Akkordeon nicht alle Tage. Die Brüder spielen seit ihrer Kindheit zusammen, und diese Vertrautheit spürt man denn auch. Frank Nebl ist Soloklarinettist, sein Bruder Andreas machte sich als Akkordeonist einen Namen und komponiert auch. Das Programm von "Nebl & Nebl" ist so unkonventionell wie die Duo-Kombination: ein abwechslungsreicher Bogen von Klassik- Bearbeitungen bis zu zeitgenössischen Werken. Selbst Puristen dürften nichts daran auszusetzen haben, wie die Brüder Mozarts Divertimento spielen: mit einer wunderbaren Leichtigkeit, noblem Ton, erlesen schönem Klang der Klarinette und superbem Spiel auf dem Akkordeon. Trotz der ungewohnten Besetzung klang es richtig "mozartisch". Spannend im Vergleich und Kontrast zu diesem Mozart-Genuss waren die Stücke heutiger Komponisten zu hören. Etwa "raumBEZUG" von Hans-Josef Winkler (Jahrgang 1965), das ganz zart und leise beginnt und sich dann zu einem anregenden, kontrastreichen Dialog zwischen den Instrumenten entwickelt, einem Mit- und Nebeneinander mit verblüffenden Effekten. 8. 4. 2002 Thüringer Allgemeine: Zwei Erste Weimar: Tage neuer Musik beendet Die Jury der 3. Frühlingstage für zeitgenössische Musik in Weimar, bestehend aus Siegfried Matthus, Lothar Voigtländer, Reinhard Wolschina, Mario Wiegand und der "klangwerkstatt weimar", wählte aus den eingereichten Kompositionen vier frisch notierte Werke für Preisverleihung und Aufführung im Saal Am Palais aus. Wobei die Personalunion von Beurteilenden und Interpreten, Christina Meissner (Cello), Klaus Wegener (Klarinette), Matthias Schröder (Schlagzeug) und Heike Porstein (Sopran), etwas Besonderes hinsichtlich des interpretatorischen Engagements ist. Ein Novum waren nicht nur die Werke, sondern war auch die erstmalige Verleihung von zwei ersten Preisen. Hans Josef Winkler (geb. 1965 in Paderbom) erhielt für "Perché" und Jan Kopp (geb. 1971 in Pforzheim) für sein "Achmatowa-Madrigal" je 2045,16 Euro. 28. 1. 2002 Lippische Landeszeitung: Die Elemente gekonnt entfesselt Der Abend begann mit einer Uraufführung: Hans Josef Winklers „Les dieux obscurs - oder - Das Märchen vom bösen Vogel“ für großes Orchester. Vögel gehören zum Himmel wie zur Erde, aus ihrem Flug lasen Priester die Zukunft: und sie sind fliegende Musik. Winkler machte in seiner Komposition - dank eines riesigen Aufgebots von Instrumenten - das ganz natürliche Treiben der Vögel hörbar: ihr Schnarren, Gurren, Schnattern und Anfliegen auf plätscherndes Wasser. Gleichzeitig ließ er "Rituale und Maskentänze" spürbar werden - so Winklers eigene Formulierung. Ein spannendes und unbedingt nachvollziehbares Hörerlebnis. 19. 2. 2001 Lippische Rundschau: Erste Gedanken zur Uraufführung des "Harlekin - oder - Die Sinnlosigkeit von extremen Emotionen" in Berlin entstanden vor gut einem Jahr. In Münster traf Hans-Josef Winkler rein zufällig auf Paul Wiggermann, Klarinettist im Sinfonieorchester des Collegium Musicum. Im Gespräch kam die Idee zur Aufführung eines seiner Stücke. Winkler kontaktierte den Dirigenten des Orchesters, Manfred Fabricius, der von der Idee sofort angetan war. In Tanja Dorn fand Fabricius zudem eine geniale Pianistin, die die schwere Partie zu meistern wusste. Im Programmablauf eingebettet in eine Messe von Luigi Cherubini und die 6. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch, musste sich Winkler gegen die Größen ihrer jeweiligen Epoche behaupten: "Ich finde es immer spannender, moderne Stücke im Vergleich mit bereits etablierten Kompositionen zu hören." Winkler's "Harlekin" entpuppte sich als hervorragend geeignetes, dabei aber völlig autonomes Verbindungsstück zwischen der seichten Messe Cherubinis und der Musik Schostakowitschs. Dabei empfand der Komponist die vermeintlich gewagte Auswahl eines Studentenorchesters für die Uraufführung als Glücksgriff: "Moderne Musik bedarf eines guten Orchesters - und das Sinfonieorchester des Collegium Musicum ist ein gutes Orchester. Die Musiker spielen - ganz im Gegensatz zu vielen Berufsorchestern - mit Motivation und setzen sich für ein Stück ein." Entsprechend begeistert zeigten sich auch dei in Berlin neu gewonnenen Fans. So gestand eine ältere Dame aus den USA nach dem Konzert gegenüber dem Komponisten: "Ich habe vergangene Woche die Uraufführung eines Werkes von Wolfgang Rihm miterleben dürfen. Ihr Stück ist um Klassen besser! Wann wird man ihre Komposition mal in Chicago zu hören bekommen?" Vielleicht gelingt es der ehemaligen Residenzstadt Detmold sich einmal der Werke ihres nun schon in Berlin bekannten Komponisten anzunehmen. 8. 8. 2000 Neue Westfälische: Höhepunkt der feierlichen Orgeleinweihung war dieUraufführung der Choralfantasie "Wer nur den lieben Gott lässt walten - oder- Bin ich eine Marionette", ein Geschenk des in der Heinrich-Gemeinde aufgewachsenen Komponisten Hans Josef Winkler. Diese Komposition zeigt den Cantus Firmus in vielen Erscheinungsformen: Umwoben von Kontrapunkten, mit Obertönen angereichert, mal spacig transzendent, mal aufbrausend monumental. Zwischendurch ist kaum ein Rhythmus zu erkennen, dann sammelt sich alles im klaren irischen Volkston. Winkler (* 1965) ist heute freischaffender Komponist und Dozent an der Musikhochschule in Detmold. 16. 4. 1996 Siegener Zeitung: (Siegener Kammerkonzerte "Kontakte" in Zusammenarbeit mit dem WDR)... Das Klaviertrio Nr. 1 "Le tombeau de Liszt" wurde von dem 30jährigen, aus Paderborn stammenden Hans Josef Winkler für die Franz-Liszt-Gesellschaft in Weimar komponiert. Vom Auftraggeber vorgegeben war die Besetzung für Klaviertrio und ein Bezug zu Franz Liszt. Winkler betonte, daß er sich aber mit direkten Zitaten aus anderen Werken schwertäte und er habe deshalb nur Fragmente und choralartige Splitter verarbeitet, die meist aus Liszts Spätwerk stammen.. Sein Werk beginnt mit einem Schlag unter den Flügel, der nichts Aufbegehrendes oder Trotziges hat, sondern einen Klangraum öffnet, in den hinein dann die Geige und das Violoncello spielen. Taktsequenzen, in denen, wie auch immer verfremdet, der Tastenlöwe Liszt und der Grübler Liszt in den Raum treten, wechseln ab, kontrastieren, verwischen aber auch die Eindrücke. Die Erzeugung des Raumes wird besonders sinnfällig in Passagen, die wie Hall und Echo wirken, aber es eigentlich nicht sind. Die Konstitution des Raumes durch die Musik ist so nicht primär als technisch herstellender Akt zu verstehen. Eine derartige, vom Zürcher Klaviertrio hinreißend dargebotene Reflexionskunst enthält sich aller außermusikalischen Bezüge. 19. 6. 1995 Lippische Landeszeitung: Hohen Interessantheitsgrat hatte Hans Josef Winkler’s "Le Tombeau de Liszt". Dieses von Jan Gerdes (Klavier), Alexandra Herdieckerhoff (Violine) und Edith Salzmann (Violoncello) exzellent dargebotene Werk arbeitet mit fragmentarischen Zitaten aus verschiedenen Werken Liszts (u. a. "Pater noster", h-Moll-Sonate), erreicht dabei aber ein derartig hohes Abstraktionsniveau, daß die Zitate bzw. Anklänge absolute Eigenständigkeit ausstrahlen. Überdies werden Assoziationen zu Liszt auf Grund kompositorisch prägnant ausformulierter Gesten ausgelöst. NMZ 5 / 1994 : Eine Jury hat in Berlin die Preisträger des Kompositionswettbewerbes des Förderkreises "Köln-Bonner Hauskonzerte zur Förderung junger Musiker" und der Paul Woitschach-Stiftung des Deutschen Komponisten-Verbandes ausgewählt. Von den dreißig eingesandten Kammermusikwerken wurden vier ausgezeichnet, zwei Kompositionen erhielten Empfehlungen zur Aufführung in einem der Konzerte des Förderkreises. Stefan Johannes Walter (Würzburg) und Hans Josef Winkler (Detmold) erhielten je einen 2. Preis. Ein erster Preis wurde nicht vergeben. Die prämierten Werke werden in Konzerten in Köln, Hamburg, Bremen, Kassel, Frankfurt, Düsseldorf sowie München vorgestellt. 26. 6. 1994 Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): Hans Josef Winkler gewann den ersten Preis beim diesjährigen Internationalen Orgel-Kompositionswettbewerb, ausgeschrieben von der "Gesellschaft der Orgelfreunde". Der erfolgreiche Komponist und Pianist, der schon mit fünfzehn Jahren als Jungstudent an die Detmolder Hochschule für Musik kam, erhielt den mit 2000 Mark dotierten Preis für seine "Fantasie über die Ostersequenz Victimae pascali laudes - oder - Wie dumm sind wir Schafe". 26. 10.1993 Thüringische Landeszeitung Weimar: (Matinee im Rahmen der 11. Weimarer Liszt-Tage)... Das wirklich Entscheidende war aber in den eigens für die Liszt-Tage komponierten Werken zu erleben, in den... und in dem Klaviertrio Nr.1 "Le tombeau de Liszt" von Hans Josef Winkler. So unterschiedlich die beiden Handschriften auch sein mögen, sie belegen eindeutig, daß sich in der zeitgenössischen Musik ein neues Formgefühl durchzusetzen beginnt. Konzentration auf das Wesentliche herrscht vor, Weitschweifigkeit wird vermieden und selbst einst beliebte Effekthascherei tritt immer mehr zurück zugunsten inhaltlich formaler Konsolidierung. Eine klare Gliederung bietet dem Hörer einen roten Faden des Verstehens, und was bei dem Trio für sich einnahm, war die klare Disposition zwischen dem Klang und seiner Zersplitterung sowie eine bewußte Konzentration auf die Schlußgestaltung. Die russischen Interpreten spielten überlegen und mit musikalischem Impuls, was bei diesem Stück sicher nicht schwerfiel. 29. 4. 1993 Lippische Landeszeitung: Von Hans Josef Winklers sieben Klavierstücken "Extrakte", für den Pianisten wie auch den Hörer allein aufgrund der ungemeinen Vielfältigkeit dankbare Stücke, überzeugten vor allem das aufrührerisch-revolutionäre dritte und das durchgehend von einem charakteristischen Rhythmus bestimmte siebte, das gegen Ende überraschend in eine gnomushaft-groteske Bewegungsfigur mündet. 23. 3. 1990 Westfälisches Volksblatt Paderborn: Als erster stellte Hans Josef Winkler, 25 Jahre jung und Kompositionsstudent in Detmold, sein drei Klavierstücke umfassendes Werk "Januskopf" vor, interpretiert von G. Herzfeld. Die beiden Ecksätze, die metaphorisch für die beiden Gesichter stehen, sind erfüllt von einer rhythmischen Unruhe, die allerdings nicht zerstörerisch wirkt, da sie immer wieder durch meditative Ruhephasen unterbrochen wird. Im Mittelsatz, der den Kopf an sich darstellt, versuchte Winkler, seinem Werk durch Echowirkungen und die Stimmführung "Räumlichkeit" zu verleihen, was überhaupt ein Grundanliegen seines Schaffens ist. 8.2. 1990 Lippische Landeszeitung: Hans Josef Winkler’s Klavierwerk Januskopf, gespielt von Günther Herzfeld, ist vorwiegend bestimmt durch flirrend-rhythmische Elemente. Es drängt sich trotz ausgedehnter melodischer Phrasen und eines kontemplativen Moments der Eindruck auf, als handele es sich bei dieser virtuos-brillanten, pianistisch herausfordernden Komposition um ein afrikanisches Ravel-Gulda-Gemisch. 15.12. 1987 Lippische Landeszeitung: Einen "märchenhaften" Abschluß des Abends bildete die konzertante Aufführung des Schattenspiels für Sprecher und vier Instrumentalisten nach einem Märchen von Oscar Wilde, "Der glückliche Prinz - oder - Der dumme Vogel". Bemerkenswert: Hans Josef Winklers Musik verfiel nie in billige Illustrationsklischees, war sehr differenziert. 30.4. 1984 Darmstädter Echo: Mit Klangmanipulationen experimentierte Hans Josef Winkler (Jahrgang 1965), jüngster Komponist der Veranstaltungen, in "Charisma I und II" für Klavier. Aus trickreicher Artikulation entsteht hier eine reiche Farbpalette. 15.5. 1984 Frankfurter Rundschau: Bei den Forumskonzerten mit Werken junger Komponisten hoben sich ..... und die Klavierkompositionen "Charisma I und II" von Hans Josef Winkler durch Eigenwilligkeit und Sinn für Klänge und Proportionen von der trüben Grauzone akademischer Kompositionsausbildung ab.
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Pressestimmen 14. 3. 2016 MZ Ganz neue Töne im Neuhaussaal Regensburg .... Frei rezitativische und rhythmisch straffe Passagen lässt Hans Josef Winkler in seinem „Tanz in der Mitte und drumherum“ unvorhersehbar wechseln. Hellwach aufeinander reagierend durchmaßen Michael Wolf (Klarinette) und Angela Mayer (Klavier) die Partitur: mit fein ausgehörten Resonanzen der beiden Instrumente in den ruhigen Partien und aufreizend eigenwilligen Metren in den bewegteren Abschnitten der Komposition. Von Gerhard Dietel, MZ 10 / 2015 NMZ  Von Metamorphosen bis Foxtrott (nmz) - „Musik und Tanz sind zwei dem menschlichen Ausdruckswillen unmittelbar zugehörige Sphären, die in der Musik oft eng miteinander verbunden sind oder ineinander übergehen“, so offerierte der Organisator der Tonkünstlerkonzerte Markus Wenz im Programmheft des Abends die überaus interessante, aber bunte Folge unterschiedlichster Kompositionen. Die „Sonate über eine Wunschvorstellung“ des Berliner Komponisten Hans Josef Winkler wurde von Frauke Jörns am Klavier an diesem Abend uraufgeführt. Winklers Stil wechselt in dieser Sonate zwischen Pathos und leichter Beschwingtheit. Die Interpretin Frauke Jörns sagt hierzu: „Die Deutung des Titels ,Sonate über eine Wunschvorstellung‘ könnte sich auf den formalen Aufbau, genausogut aber auch auf die Charakteristik der Sätze beziehen, als Wunsch für einen präludierenden Kopfsatz, einen liedhaften zweiten und einen romantisch anmutenden dritten Satz.“ Ein Artikel von Adelheid Krause-Pichler